Argumente & Quellen

Hast Du die Kommentarspalten auf (Un-)Social Media gesehen? Hier findest Du typische Behauptungen und passende Antworten dazu.

Du hast Fragen zu Klimawandel & Klimaschutz? Frag den Klima Chatbot (natürlich mit KI):

Fragen und Antworten

Du glaubst, es ist alles Fake und den Klimawandel gibt es nicht?
Wir alle wünschten, Du hättest Recht. Wirklich und von ganzem Herzen.

Leider zeigen die Daten eine andere Realität:
1. Der Klimawandel ist real.
2. Wir sind die Ursache.
3. Er ist gefährlich.
4. Die Fachleute sind sich einig.
5. Wir können noch etwas tun.
6. Die Meisten wollen mehr Klimaschutz

Alle Details und Quellen dazu findest Du unter https://klimadialoge.de/klimawandel/ bzw. https://www.facebook.com/klimadialoge.de/posts/1205983443766173)

👉 „Menschliche Aktivitäten haben, vor allem durch den Ausstoß von Treibhausgasen, eindeutig die globale Erwärmung verursacht.“ – (IPCC, AR6, Summary for Policymakers)

Angenommen der menschengemachte Klimawandel wäre ein Schwindel, was ist die Motivation dahinter? Am IPCC-Bericht sind direkt und indirekt wie viele Wissenschaftler beteiligt? Warum machen die sich die Mühe einen Klimawandel zu erfinden?

Es gibt viele schlechte Gründe, den Klimawandel zu leugnen. Für "Big Oil" bricht durch erneuerbare Energien das Geschäftsmodell weg. Die investieren sehr viel Geld und Kraft, um die Folgen fossiler Brennstoffe zu verharmlosen. Ähnliches hat man auch bei der Tabak-Industrie erlebt. Aber wer hat ein Interesse daran, einen menschengemachten Klimawandel zu erfinden?

Alternative: Sanft

Der Mensch hat in den letzten zweihundert Jahren 200.000.000.000 t CO2 in die Luft gepumpt, die vorher über Jahrmillionen unter der Erde eingeschlossen waren. Auf Google Timelapse sieht man sehr gut, wie massiv wir unseren Planeten innerhalb der letzten 30 Jahre umgebaut haben.

👉 Ist es wirklich so überraschend, dass wir einen Einfluss auf das weltweite Klima haben?

Alternative: Fritz hat gesagt...

Ja, irgendjemand sagt immer etwas. Eine (hoffentlich fiktive) Analogie:

Angenommen, Du verletzt Dir den Finger und es entzündet sich schlimm. Drei ausgebildete unabhängige Ärzte sagen Dir: "Der Finger stirbt bereits ab, wir müssen ihn leider amputieren, damit sich die Nekrose nicht weiter ausbreitet."  Dann sprichst Du mit dem Pförtner, der Dir sagt: "Du, ein Kumpel von mir ist Heilpraktiker, der schwört auf Kräutersalbe und Globuli. Der kriegt das wieder hin."

Wie entscheidest Du Dich?

Alternative: statt "wissenschaftlicher" Materialschlacht.

Du nennst sehr viele Behauptungen zum Klimawandel.

„Menschliche Aktivitäten haben, vor allem durch den Ausstoß von Treibhausgasen, eindeutig die globale Erwärmung verursacht.“ – (IPCC, AR6, Summary for Policymakers)

Variante 1: Du hast Klima besser verstanden als das IPCC. Dann solltest Du das nicht auf Facebook posten, sondern international berühmt werden als der Mensch, der den Klimawandel endlich widerlegt hat. Wir alle wünschen uns eine Welt ohne Klimawandel und wünschen Dir daher absoluten Erfolg.
Variante 2: Das IPCC hat auch ein paar clevere Leute an Bord, aber sie erfinden den menschengemachten Klimawandel vorsätzlich. Dann bitte die Motivfrage plausibel beantworten. (https://klimadialoge.de/motiv/ bzw. https://www.facebook.com/klimadialoge.de/posts/1443521423345706)

Alternative: generische Rückfrage

Ist das dein spontanes Bauchgefühl, oder Ergebnis einer fundierten, sachlichen und belegbaren Auseinandersetzung mit der Faktenlage?

Alternative: generische Rückfrage 2

In Deine Aussagen haben sich ein paar Missverständnisse eingeschlichen. Hast Du Interesse, Deinen aktuellen Standpunkt kritisch zu hinterfragen und bei Erkenntnisgewinn auch zu verändern? Dann bespreche ich das gerne detailliert.

Alternative: Mach doch...

Das ist sachlich leider falsch. Falls Dich neben eigenem Wunschdenken auch Fakten interessieren, findest Du Informationen/Nachweise/Quellen kompakt und übersichtlich unter https://klimadialoge.de/skeptiker bzw. https://www.facebook.com/klimadialoge.de/posts/1465978107766704

Alternative: Klimawandel ist eine Erfindung der Regierung

Glaubst Du das wirklich?  Wenn ja, hätte ich Fragen. Und ich meine die gar nicht böse, ich möchte wirklich deinen Gedankengang verstehen.
Welche Regierung genau hätte den Klimawandel erfunden? Die Ampel der letzten drei Jahre? Die GroKo unter Merkel? Schröders Kabinett oder Helmut Kohl? Wer genau davon? So lange ist der Klimawandel bereits bekannt und wohl dokumentiert.
Wie genau hat es diese Regierung geschafft, weltweite Klimakonferenzen ins Leben zu rufen, ein IPCC aufzustellen, und 10000e Studien zu fälschen? Was genau ist die Motivation für so einen Aufwand?
Gegenfrage: Die Natur hat Jahrmillionen gebraucht, um Öl/Kohle/Gas  in der Erde einzulagern, die der Mensch jetzt innerhalb von 200 Jahren in die Luft geblasen hat.  Könnte es sein, dass dies doch einen Einfluss hat?

Alternative Geld

Leider ist der menschengemachte Klimawandel sehr real. Was genau lässt Dich daran zweifeln?  Bitte einmal kurz nachdenken:

a) Wer hätte Interesse, einen Klimawandel zu erfinden? Spoiler: Geld ist nicht das Argument.
b) Wer hat umgekehrt seit 40 Jahren ein Interesse daran, den Klimawandel zu verharmlosen? Spoiler: Geld ist hier das Argument.

Details unter https://www.facebook.com/klimadialoge.de/posts/1443521423345706

Alternative: Klimawandel ist nur zum Geldverdienen

Das hätte ich gerne genauer verstanden. Wie genau ist das abgelaufen?  1979 saßen da ein paar Menschen zusammen und haben sich überlegt: "Lass uns eine Weltklimakonferenz machen. Damit können wir dann in spätestens 40 Jahren Geld verdienen. Wir müssen uns dafür lediglich alle großen Öl-Firmen zum Feind machen".
Wäre es da nicht leichter gewesen, ein paar Öl-Aktien zu kaufen?
Ich verstehe ja, das einige Menschen mit Klimaschutz und Energiewende Geld verdienen. Das ist ja auch völlig OK. Dennoch ist der Klimawandel real und erfordert entschlossenes Handeln.
Was genau stört uns eigentlich so an den aktuellen Transformationen? Eigener Strom vom Dach, saubere grünere Städte, mehr Platz für Natur, coole Autos und eine ausgewogene Ernährung. Klingt doch ganz gut, oder?

Lieber Klimaskeptiker,
Du bist Dir sicher, es ist alles Fake und den Klimawandel gibt es nicht? Wir alle wünschten, Du hättest Recht. Wirklich und von ganzem Herzen. Leider zeigen die Daten eine andere Realität.

Wie entsteht Klimawandel? Woher wissen wir, dass wir es sind? Wie kann so wenig CO2 so viel kaputt machen? Hast Du Lust auf einen Blick hinter die Kulissen?

Dann steige hinab in den Kaninchenbau. Eine Zusammenfassung zum Klimawandel inkl. Ursachen, Nachweisverfahren und Quellen findest Du unter https://klimadialoge.de/skeptiker bzw. https://www.facebook.com/klimadialoge.de/posts/1465978107766704

"Bedenke, alles, was ich Dir anbiete ist die Wahrheit, nicht mehr."

Variante 2

Du bist skeptisch?
Eine kompakte Übersicht, Nachweisverfahren und Quellen zum menschengemachten Klimawandel findest Du unter https://klimadialoge.de/skeptiker bzw. https://www.facebook.com/klimadialoge.de/posts/1465978107766704

Spoiler:
1. Der Klimawandel ist real.
2. Wir sind die Ursache.
3. Er ist gefährlich.
4. Die Fachleute sind sich einig.
5. Wir können noch etwas tun.

Der CO2-Anteil in der Atmosphäre liegt etwa bei 0,042%. Die menschliche Zivilisation hat sich bei etwa 0,025% entwickelt. Die Veränderung mag klein aussehen, ist jedoch drastisch. Auch kleine Mengen können eine große Wirkung haben. Details unter https://klimadialoge.de/kleine-gase-grosse-wirkung

Beispiel: Die CO2-Differenz beträgt 0,017%. Bei einem Körpergewicht von 100kg wären das 17g. Wer glaubt, das wäre nicht viel, kann versuchen 17g Salz auf einmal zu schlucken (nicht machen!!!). Dann kommen einem 0,017% Differenz auf einmal sehr viel vor. Bei Arsen reichen sogar noch kleinere Mengen (nicht machen!!!)

Variante 2

Doch hat es. Das sind Grundlagen der Physik. Das ist tägliches Brot eines jeden Chemikers in der Spektroskopischen Analytik und das Handwerkszeug eines jeden Astrophysikers.

Der Beweis für die Wärmewirkung von CO2 steckt in jedem Abgas Messgerät beim TÜV. Das Messprinzip der CO2 Messung in Luft, basiert auf der Energieabsorption von Infrarotlicht und der damit verbundenen Erwärmung. Das ist die direkte technische Anwendung dessen, was in der Atmosphäre passiert.

"Früher" meint dabei vor mindestens 7 Millionen Jahren. Damals lag die CO₂-Konzentration ebenfalls über 400ppm.

Die CO₂-Konzentration ändert sich derzeit rasant. In den letzten 70 Jahren ist sie von etwa 310 ppm auf über 420ppm angestiegen. Die Auswirkungen des daraus resultierenden Klimawandels fatal.

Die Argumentation "früher gab es mehr CO₂" finde ich riskant. Was es früher nämlich auch gab war: Keine Menschen sondern Dinosaurier.

Unsere Entwicklung war nur möglich, weil das Klima in den letzten 10.000 Jahren halbwegs stabil war. Aus rein egoistischen Motiven würde ich auf der Erde gerne klimatische Bedingungen erhalten, die für Menschen optimal sind, nicht für Dinosaurier.

Grafiken zur Entwicklung von CO₂ und Temperatur unter https://klimadialoge.de/kleine-gase-grosse-wirkung/

Beim menschengemachten Klimawandel geht es nicht um Ideologie sondern Wissenschaft. Den Klimawandel zu leugnen wäre Ideologie.

Bitte nicht verwechseln:

a) natürlicher Klimawandel - gab es schon immer, verläuft langsam über Jahrtausende, kaum zu beeinflussen
b) menschengemachter Klimawandel - gibt es seit ca. 200 Jahren, verläuft rasant, überlagert den natürlichen Wandel massiv, gefährdet unsere Lebensgrundlagen, durch uns verursacht und durch uns zu stoppen.

In Kurzform:
1. Der Klimawandel ist real.
2. Wir sind die Ursache.
3. Er ist gefährlich.
4. Die Fachleute sind sich einig.
5. Wir können noch etwas tun.

Alle Details und Quellen dazu findest Du unter https://klimadialoge.de/klimawandel/ bzw. https://www.facebook.com/klimadialoge.de/posts/1205983443766173)

Alternative

Ja, das stimmt. Immer über Zeiträume von vielen Jahrtausenden und bisher zumeist ohne Menschen auf der Erde und mit menschengemachtem Klimawandel könnte unsere Zeit auf dieser Erde auch schon sehr bald wieder vorbei sein.

Der menschengemachte Klimawandel ist real. Innerhalb von 200 Jahren haben wir mehr CO2 in die Luft gepumpt als die Natur in Jahrmillionen mühsam unter die Erde gebracht hat. Details zum menschengemachten Klimawandel unter https://klimadialoge.de/klimawandel.

Auch die Folgen eines ungebremsten Klimawandels sind hinreichend bekannt. Ich verstehe, dass einem diese Gedanken unangenehm sind und vielleicht sogar Angst machen. Dennoch sind die Zusammenhänge ebenso klar wie die Folgen. Kopf in den Sand stecken hilft da nicht.

Wenn das alles eine große Verschwörung wäre, was ist denn das Motiv dahinter? Ich verstehe die Motive hinter den großen Desinformationskampangen von Big-Oil aus den 80ern. Die hatten und haben einfach Angst um ihr großes Geschäft. Aber wer hat etwas davon, einen Klimawandel zu erfinden und gleichzeitig die Macht vom IPCC über alle seriösen Wissenschaftler weltweit so viele Menschen unter Kontrolle zu bekommen?

Was veranlasst Dich, den menschengemachten Klimawandel anzuzweifeln? Warum sollten Wissenschaftler weltweit so etwas erfinden? (sehr schön formuliert von Maja Göpel https://youtu.be/RIO6Dl2wO9I?t=1747)

 

Der logarithmische Effekt von mehr CO2 ist bekannt und unstrittig. Das ist auch unser Glück, sonst würden wir unseren Planeten noch schneller grillen. Dennoch führt mehr CO2 noch zu mehr Erderwärmung und dies im relevanten Ausmaß. Das Argument "Absorption bereits gesättigt" greift zu kurz, weil es sich auf die unteren Luftschichten beschränkt.

Der Prozess in Einzelschritten (vereinfacht):
- Infratrotstrahlung mit 15µm wird von der Erdoberfläche abgestrahlt.
- Diese wird von CO2 absorbiert. Nach einigen Höhenmetern ist die relevante Strahlung komplett eliminiert.
- Die CO2-Moleküle geben die Energie jedoch wieder ab. Zu guten Teilen wieder als Strahlung von 15µm in unterschiedliche Richtungen.
- Ein Teil dieser Strahlung geht damit weiter nach oben, bis er wieder auf CO2 trifft.
- Dieser Prozess wiederholt sich so lange, bis die Atmosphäre zu dünn wird, und die 15µm schließlich ins Weltall entkommen.
👉 Auch heute noch entkommt dadurch 15µm Strahlung ins All.
👉 Durch mehr CO2 in den oberen Luftschichten sperren wir immer noch mehr Strahlung auf der Erde ein.

Anders formuliert: In Bodennähe wäre mehr CO2 vermutlich weniger schlimm. Da es dort aber nicht bleibt, geht die Erderwärmung weiter. Zusätzlich gib es auch noch ein paar Rückkopplungseffekte mit vermehrtem Wasserdampf.

Professioneller erklärt unter https://skepticalscience.com/saturated-co2-effect-basic.htm

Das ist eine häufige Desinformation, die die Fakten bewusst verzerrt.

Siehe https://www.bundestag.de/.../blob/964612/WD-8-014-20-pdf.pdf: "Im Fall der Laborröhre ist der Begriff der Sättigung richtig, aber nicht für die Erdatmosphäre, die nicht wie eine Laborröhre aufgebaut ist."  Warum das Sättigungsargument unvollständig ist, wird unter https://skepticalscience.com/saturated-co2-effect-basic.htm nochmal erklärt.

Vereinfacht: Wenn ich nur die unteren Luftschichten isoliert betrachte, dann kann man auf diese Idee kommen. Die Atmosphäre ist aber halt größer und in den oberen Schichten passiert einiges, bei dem mehr CO2 noch relevant ist.

Die Behauptung ist falsch.  Sie bezieht sich auf ein Video, welches zwei von Harald Leschs Vorträgen bewusst irreführend zusammenschneidet.

Details und Gegendarstellung unter https://correctiv.org/faktencheck/2025/08/07/harald-lesch-widerspricht-sich-nicht-beim-klimawandel-video-manipuliert

Bitte kurzfristige Schwankungen nicht verwechseln mit langfristigen Trends.

Die temporäre Zunahme im antarktischen Eisschild liegt im Zeitraum von Monaten bevor die Eismenge wieder schrumpft. Auch muss man hier zwischen Meereis und Landeis unterscheiden. Details unter https://www.helmholtz-klima.de/klimafakten/behauptung-aber-am-suedpol-nimmt-die-eismasse-zu

 

Das ist eine häufige Desinformation.

Auf geologischen Zeitskalen läuft die CO₂-Konzentration tatsächlich den Temperaturen hinterher. CO₂ ist in Ozeanen gelöst. Wenn die Erde wärmer wird, erwärmen sich mit Verzögerung auch die Ozeane und oder Permafrostboden taut auf. Warme Ozeane speichern weniger CO₂ (wie Mineralwasser in der Sonne) und tauender Permafrost setzt ebenfalls CO₂ frei. Beides führt zu einer nachlaufenden Erhöhung der CO₂-Konzentration.

Zusätzlich ist CO₂ selber ein sehr wirksames Treibhausgas. Dies ist seit 1859 bekannt. Als solches treibt es direkt Erderwärmung an, dies führt zur Erwärmung von Ozeanen und Permafrost, führt damit zu noch mehr CO₂ und damit...

Der "Kölner Dom im Wasser" bezieht sich auf den Spiegel Ausgabe 33/1986.
Dazu gerne nochmal den Artikel von damals lesen. Es ging dabei nie um Köln sondern um die Folgen eines ungebremsten Klimawandels allgemein. Gerne darf man das Titelbild des Spiegel als polemisch kritisieren. Das ändert jedoch nichts am aktuellen Klimawandel.

Auch wenn der Kölner Dom noch trocken liegt, sieht man den Klimawandel heute schon deutlich, z.B. bei Google Timelapse https://www.youtube.com/watch?v=NHf-xSvpF-Y

Ich verstehe, wenn man den Klimawandel am liebsten verdrängen will. Davon geht der aber nicht weg, oder?

Besagte Schlagzeile von 2007 wird oft zitiert und dabei stets falsch verstanden.
Die Aussage war nie: "2020 ist die Welt tot" sondern "wenn wir nicht handeln, haben wir ungefähr ab 2020 irreparablen Schaden".
2007 hat die Wissenschaft klar gewarnt, in den nächsten 10-15 Jahren entschlossen zu handeln, wenn wir unumkehrbaren Schaden abwenden wollen. Wir haben statt dessen gezaudert und gezögert (aber immerhin ein bisschen hat sich bewegt). Jetzt sind 18 Jahre vergangen, und die Wissenschaft sagt ganz klar, dass die so entstandenen Schäden in Teilen irreversibel sind (Korallensterben, abtauende Gletscher, Anstieg Meeresspiegel, etc.)  Vgl. auch https://klimadialoge.de/klimafolgen/
Im Klimaschutz geht es längst nicht mehr um Schadensvermeidung sondern um Schadensbegrenzung. Unglaublich aber wahr: Eines der wenigen Beispiele, wo es gut gewesen wäre, auf die Bildzeitung zu hören.

Das EIKE ist bekannt für seine unseriöse und wissenschaftsferne Arbeitsweise mit dem Hauptziel, den Klimawandel zu leugnen. Einfaches Indiz: Sie nennen sich "Europäisches Institut...", tatsächlich ist es aber nur ein eingetragener Verein ohne europäischen Auftrag - ein Etikettenschwindel.

Bei EIKE steht die Meinung zuerst fest und Arbeiten dienen ausschließlich dazu, diese Meinung darzustellen. Dafür werden Fakten aus dem Kontext gerissen oder selektiv dargestellt.  EIKE schreibt selbst: "EIKE ... ist ein Zusammenschluss ... die ...  „menschengemachten Klimawandel“ ... als Schwindel ... ansehen." (https://eike-klima-energie.eu/ueber-uns/)

Die Deutung der Fakten folgt der Meinung. 👉 Das ist Klimareligion.
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Das IPCC hingegen hat einen neutralen Arbeitsauftrag und verfolgt diesen nach transparenten wissenschaftlichen Prozessen. Am Anfang stehen immer Beobachtungen und Daten, daraus werden Resultate und Schlussfolgerungen abgeleitet. Die Meinung folgt den Fakten. 👉 Das ist Klimawissenschaft.

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Wenn Du auf EIKE hörst, bist Du zur Klimareligion konvertiert. Möchtest Du eines Tages aus deiner Glaubensgemeinschaft austreten, bist Du bei der Wissenschaft jederzeit willkommen. 🙂

Liste von Instituten, die den Klimawandel bestätigen unter https://klimadialoge.de/klimawandel/

 

Tatsächlich sind Klimavorhersagen zuverlässiger als als Wettervorhersagen.

Wetter ist der konkrete kurzfristige Zustand zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort. Klima ist die langfristige durchschnittliche Entwicklung über 30 Jahre und mehr.

Analogie aus dem Alltag: Wenn Ich würfel, weiß ich nicht, welche Zahl kommt. Wenn ich jedoch 600 Würfe mache, bin ich ziemlich sicher, dass ich ungefähr 100 Sechser werfe.

Da wären z.B. das Ahrtal, die Feuerkatastrophen in Australien, Hollywood, ausgetrocknete Seen weltweit, abschmelzende Gletscher, Korallenbleichen und noch ein paar mehr Wirklichkeiten. Ach ja, und natürlich die gemessenen CO2-Konzentrationen (nicht nur in der Atmosphäre sondern zunehmend in den Ozeanen). Ansonsten gerne nochmal beim IPCC vorbeischauen und prüfen, wer an dem Bericht alles mitarbeitet.

 

Video zur Temperaturerhöhung weltweit https://www.youtube.com/watch?v=Pzjq7T55TkQ

Unsere wirksamsten Hebel zur Begrenzung des Klimachaos bleiben:
- Ausbau Erneuerbare Energien (Lieber Wind vom Deich als Öl vom Scheich)
- Ausstieg aus fossilen Energien, insbesondere keine neuen Erschließungen (Denn ist der Bohrturm erst errichtet, wird das Öl auch ganz vernichtet.)
- Keine Exploration weiterer Ölvorkommen (Ist die Quelle erst bekannt, wird das Öl auch bald verbrannt.)
- Erhaltung bestehender Wälder und Wiederaufforstung. (Die grüne Lunge hilft Dir gern, drum lass sie tun und halt Dich fern.)

Die Chaostheorie ist entstanden, um nichtlineare, deterministische Systeme besser zu verstehen. Sie zeigt, dass exakte Zustände (z. B. das Wetter an einem bestimmten Ort in drei Wochen) wegen extremer Sensitivität gegenüber Anfangsbedingungen nicht präzise berechenbar sind.

Das bedeutet nicht, dass diese Systeme beliebig wären. Im Gegenteil: statistische Eigenschaften, Mittelwerte und Wahrscheinlichkeiten sind sehr wohl berechenbar. Sonst gäbe es keine funktionierende Strömungsmechanik, Aerodynamik oder Turbulenzmodellierung.

Der entscheidende Denkfehler ist die Gleichsetzung von Wetter und Klima. Wettervorhersagen sind klassische Anfangswertprobleme (initial value problems): kleine Messfehler wachsen exponentiell, weshalb die Vorhersage einzelner Tage begrenzt ist. Klimamodelle sind Randwert- bzw. Randbedingungsprobleme (boundary value problems). Sie fragen nicht „Wie ist das Wetter am 12. Juni 2040?“, sondern „Wie ändern sich statistische Größen wie Mitteltemperatur, Verteilungen oder Häufigkeiten, wenn sich Randbedingungen wie CO₂, Albedo oder Sonneneinstrahlung ändern?“

Ein gutes Analogon ist die Strömung um Flugzeuge. Sie ist hochgradig turbulent und chaotisch, und dennoch statistisch deterministisch und zuverlässig berechenbar. Genau deshalb ist Fliegen heute eines der sichersten (leider klimaschädlichen) Verkehrsmittel überhaupt.

Chaotische Systeme können nicht exakt und dennoch statistisch robust beschrieben werden. Dies wird seit Jahrzehnten erfolgreich gemacht, von der Turbulenzforschung bis zur Klimaphysik. Dass man Wetter nicht perfekt vorhersagen kann, ist kein Argument gegen Klimawissenschaft, sondern der Grund, warum sie statistisch arbeitet.

Auch Öl/Kohle/Gas sind nur ein Geschäftsmodell. Welches der beiden wollen wir überwinden?

Wie genau funktioniert dieses "Geschäftsmodell Klimaschutz"?

Der menschengemachte Klimawandel ist seit 40 Jahren wohlbekannt und dokumentiert. Die erste Weltklimakonferenz ist mehr als 30 Jahre her. Stärker investiert wird in Klimaschutz erst seit wenigen Jahren. Wer genau hat sich dieses Geschäftsmodell ausgedacht, wie verdient dieser jemand konkret und warum investiert er in ein Geschäftsmodell mit einer derart langen Laufzeit?

Umgekehrt verdient BigOil seit über 100 Jahren tagtäglich unfassbar viel Geld. Dieses Geschäftsmodell bricht durch Klimaschutz zusammen. Daher hat BigOil bereits in den 1980ern massive Desinformationskampagnen finanziert, um ihr Geschäft auf Kosten des Planeten noch länger zu erhalten. Daher Abschlussfrage: Wenn ich nur auf der Suche wäre nach einem neuen Geschäftsmodell, warum suche ich mir ausgerechnet eines aus, mit dem ich mir die mächtigsten Unternehmen der Welt zum Feind mache?

Dies ist eine häufige Desinformation.

Hintergrund: In der Atmosphäre werden pro Jahr ca. 1500 GtCO2 "bewegt". 40Gt emittiert der Mensch. Das sind gerade mal 2,6% des Umsatzes.

👉 Der 98% zu 2% Vergleich wird oft falsch verwendet. Dazu eine Analogie.

Du hast eine Badewanne, die ist fast voll. Bis zum Rand sind höchsten noch 1,5 vielleicht 2,0 cm Platz, bevor die Wanne überläuft. Aus einem großen Hahn läuft noch Wasser nach, genau 98 Liter/Minute.
Zum Glück hat die Badewanne einen Abfluss, durch den fließen 98 Liter/Minute wieder raus. Klingt nach großer Wasserverschwendung, ist in sich jedoch stabil und kein besonderes Problem.

Jetzt kommt ein zweiter Wasserhahn dazu, aber aus dem kommen nur 2 Liter/Minute. Leider bleibt der Abfluss unverändert. Dadurch steigt das Wasser, bisher schon um 1,2cm und es steigt weiter. Was wird als nächstes passieren und was ist zu tun?

👉 Durch menschliche Emissionen ist CO2-Konzentration bereits von 260ppm auf 425ppm gestiegen. Diese 60% Steigerung geht auf unsere Kappe.

Ja, auch Wind- und Solarkraft sind Eingriffe in die Natur. Dieser ist jedoch sehr gering. Welche Energiequelle wäre Ihnen denn lieber?

Spoiler: Doch, das geht.
Auch gibt es Windkraftanlagen mittlerweile aus Holz. Und selbst wenn die Rotoren schließlich auf einer Deponie im Nachbarort landen sollten, wäre mir das immer noch lieber, als ein Atomendlager.

(Upcycling von Windrädern https://www.youtube.com/watch?v=BaHtXfccDfk)

Windkraft tötet pro Jahr etwa 100.000 Vögel. Autos, Katzen und Fensterscheiben etwa 280.000.000. Wollen wir nicht lieber Autos und Katzen abschaffen?

Noch mehr Vögel sterben durch den Klimawandel, wenn wir keine Windräder bauen...

Selbst bei den größten Windrädern ist das Fundament ziemlich klein im Verhältnis zu manch anderen unserer Bauten. Wie viele Windrad-Fundamente passen z.B. in den Frankfurter Flughafen?  Auch werden die Fundamente nach Nutzungsende wieder zurück gebaut. Selbst wenn ein Fundament mal im Boden bleibt (gerne Anzeige erstatten), ist mir das immer noch eine bessere Altlast als z.B. ein Castorbehälter.

Ja, Windräder sind ein Eingriff in die Natur, aber ein kleiner (mehr unter https://klimadialoge.de/windrad). Welche andere Energiequelle wäre Ihnen denn lieber?

Dieser "Dieselbetrieb" gilt nur für Windräder, die noch keine Verbindung zum Stromnetz haben (Bauphase). Der Effekt ist vernachlässigbar im Vergleich zu den CO2-Einsparungen während der Betriebszeit.

Ja, es gibt Abrieb an den Rotoren von Windrädern. Das sind weniger als 200 Tonnen pro Jahr. Schon Schuhsohlen produzieren in Deutschland mehr Abrieb als Windräder (9000 t). Noch viel mehr Abrieb entsteht durch Autoreifen (102.000 t).
Ja, auch Windenergie ist ein Eingriff in die Natur, aber ein sehr kleiner. Welche Energiequelle wäre Ihnen lieber?

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/windkraft-windraeder-feinstaub-100.html

Spoiler: Nein, tun sie nicht. Für Solaranlagen wird kein Boden versiegelt und unter/zwischen Solarpanelen können Pflanzen wachsen und Kleintiere leben. Bei geeigneter Aufstellung eignet sich die Fläche sogar noch für Landwirtschaft. Tatsächlich fördert Freiflächen-PV sogar die lokale Artenvielfalt insbesondere bei Insekten.

(https://www.nationalgeographic.de/umwelt/2024/01/solaranlagen-retten-bienen-landwirtschaft-artenvielfalt-tiere)

Diese Diskussion ist müßig, wenn Du nicht zufällig eine Zeitmaschine im Keller hast. Der Atomausstieg war lange geplant und korrekt durchgeführt. Wenn Du dich darüber beschweren willst, schreib einen Brief an Angela Merkel, die den Ausstieg seinerzeit durchgesetzt hat.

Atomkraft schafft die Energiewende nicht:

a) Selbst bei gutem Willen käme ein Ausbau der Atomkraft zu spät für die Klimawende.

b) Sogar die bisherigen Betreiber haben eine Wiederaufnahme klar abgesagt.

c) Der französische Rechnungshof fordert einen kompletten Stop aller Investitionen in Atomkraft.

d) Die IEA plant im "besten" Szenario lediglich mit einer Verdopplung der Kernkraft bis 2050. Das ist lächerlich wenig verglichen mit Erneuerbaren. Selbst dafür reichen die aktuell erschlossenen Uranvorkommen nicht aus und die nächsten bekannten Vorkommen sind so schwer zu erreichen, dass sich der Uranpreis verdoppelt.

e) AKW verträgt sich nicht mit erneuerbaren Energien, weil kaum regulierbar (Grundlast braucht heute keiner mehr).

f) Wenn Atomkraft so toll ist und es quasi alle machen außer Deutschland, warum ist dann der produzierte Atomstrom weltweit seit 25 Jahren unverändert?

g) Und dann war da noch der Punkt mit dem Endlager für radioaktiven Müll...

h) Die oft genannten SMR-Reaktoren ohne Abfall, die gibt es bisher nur im Labor oder als Testbetrieb. Auch diese Technik kommt damit zu spät.

(Baukosten von Flamanville https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/atomkraft-frankreich-schliesst-reaktor-flamanville-3-ans-netz-an-a-e54d845c-30d9-4e27-8504-b74757debfab,
Stromgestehungskosten laut Fraunhofer https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.html,
Französischer Rechnungshof https://dirkspecht.de/2025/01/der-franzoesische-rechnungshof-verlangt-nichts-geringeres-als-die-aussetzung-aller-kernkraftplaene/
Volker Quaschning https://www.youtube.com/watch?v=0vR88n6LT_Q,
Ungeplante Abschaltung zweier AKWs in Finnland 2024 https://polarkreisportal.de/finnische-akw-olkiluoto-3-und-loviisa-2-ungeplant-abgeschaltet,
Zahlen Daten Fakten zur Atomenergie https://energiewende.eu/zustand-der-kernkraft-weltweit-erwartungen-verfehlt/,
SMR-Reaktoren bringen es nicht https://www.linkedin.com/pulse/why-small-modular-reactors-cant-compete-renewables-clean-marcoux-nbghe/,
IEA zu Atomkraft https://www.iea.org/reports/the-path-to-a-new-era-for-nuclear-energy/executive-summary,
Entwicklung Atomstrom weltweit https://de.statista.com/statistik/daten/studie/274954/umfrage/stromerzeugung-aus-kernenergie-weltweit/)

Ja, wir importieren Strom, oft exportieren wir ihn auch. Warum sollte das ein Problem sein? Wir importieren seit Jahrzehnten Öl/Kohle/Gas früher noch Uran und sind davon abhängig.

Im Jahr 2024 haben wir netto ca. 6% unseres Strombedarfs importiert. Dies hat etwa 3Mrd € gekostet. Gleichzeitig importieren wir 90% unserer fossilen Brennstoffe Öl/Kohle/Gas für 80 Milliarden Euro.

(https://www.captain-futura.de/2025/01/09/die-stromimporte-sind-nicht-unser-problem-die-erdgas-und-erdoelimporte-aber-durchaus/
https://michaelbloss.eu/de/presse/themenhintergrund/deutschland-gibt-jaehrlich-ueber-80-milliarden-fuer-fossil-importe-aus)

Ja, die Strompreise in Deutschland sind hoch. Dies sind sie nicht wegen sondern trotz der Energiewende. Hauptursache ist/war die Gaskrise nach Putins Angriffskrieg. Seitdem sind die Strompreise wieder gesunken. Weitere Ursachen sind höhere Steuern/Abgaben als in anderen Ländern und verschleppte Investitionen in die Netzinfrastruktur. Das ist keine neue Entwicklung sondern gilt seit mindestens 2008.

Durch die Neuordnung der Netzentgelte zum Januar 2025 sinken die Netzentgelte jetzt in den Bundesländern mit viel erneuerbaren Energien. Wenn euer Stromanbieter dies nicht an euch weitergibt, schreibt ihn an oder wechselt.

Auch dynamische Stromtarife können sich lohnen, wenn man flexible Verbraucher hat, z.B. Wärmepumpe/Elektro-Auto. Ansonsten helfen Balkonkraftwerke/PV-Anlagen dabei, die eigene Stromrechnung zu senken.

Für Industrieunternehmen gibt es spezielle Strompreise. Für die meisten Industrieunternehmen sind die Strompreise auf das Niveau von 2017 gesunken.

Tatsächlich sind Wind- und Solar die billigsten Energiequellen (https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.html). Wenn diese günstigen Preise nicht beim Kunden ankommen, hat das andere Gründe.

Nehmen wir an, die gesamte Energiewende kostet uns tatsächlich 1,15 Billionen €. Ist das viel?

Die so gebauten Anlagen halten im Schnitt etwa 30 Jahre (Windräder weniger, Stromleitungen länger...) Damit produzieren wir jedes Jahr unseren Strombedarf von aktuell 438,4 TWh. Das sind 13.152 TWH in 30 Jahren.

Daraus ergibt sich ein Strompreis von 8,74 ct/kWH inkl. Netzentgelte. Da ist noch nicht mal eingerechnet, dass wir mit den genannten Anlagen viel mehr Strom produzieren werden (Elektrifizierung). Zusätzlich sparen wir damit jedes Jahr viele Mrd. für den Import von Kohle/Gas/Öl. Ich würde sagen, das ist die beste Billionen, die wir investieren können!

Da sind die Einsparungen durch weniger Klimafolgekosten noch gar nicht einberechnet. Wer die schon vergessen hat, googelt mal Überschwemmung Ahrtal und viele andere.

Mittlerweile nicht mehr. China hat 2024 z.B. 16 GW Großspeicher ausgeschrieben für durchschnittlich 66,3 US-Dollar pro Kilowattstunde. Auch in Deutschland sind Preise um 200 €/kWh machbar.  Die Netzbetreiber wurden 2024 überrannt von Netzanschlussanfragen für Batteriegroßspeicher für über 226 GW (diese Zahle enthält Doppelzählungen. Selbst wenn davon nur ein Drittel gebaut würde, könnten wir ganz Deutschland damit für mehrere Stunden mit Batterien betreiben - was wir weder wollen noch müssen.

(https://www.pv-magazine.de/2024/12/10/power-china-erhaelt-gebote-fuer-16-gigawattstunden-in-speicher-ausschreibung-mit-durchschnittspreis-von-663-us-dollar-pro-kilowattstunde,
https://www.pv-magazine.de/2025/02/19/pv-magazine-marktuebersicht-fuer-gross-und-gewerbespeicher-zeigt-390-produkte/,
https://www.pv-magazine.de/2025/01/13/uebertragungsnetzbetreibern-liegen-zum-jahreswechsel-650-anschlussanfragen-fuer-grosse-batteriespeicher-mit-226-gigawatt-vor/)

Ja, Strom macht derzeit etwa 1/7 der Primärenergie aus. Durch Elektrifizierung wird der Strombedarf steigen, gleichzeitig der Primärenergiebedarf sinken. Verbrenner-Motoren haben einen Wirkungsgrad um die 50%, Elektrofahrzeuge schaffen über 90%.  Gasheizungen haben einen Wirkungsgrad unter 100%, Wärmepumpen schaffen über 300%.

Auch in Altbauten funktionieren heutige Wärmepumpen problemlos. Vorlauftemperaturen bis 60° sind leicht machbar ebenso wie Heißwasser. Der Wirkungsgrad liegt dabei immer noch bei 300%. Allenfalls müsste man zu kleine Heizkörper durch etwas größere austauschen, doch selbst das ist nur selten notwendig.

Unabhängig davon sind isolierte Fenster und Wärmedämmung dennoch gute Ideen.

Leider nein. Verbrennungsmotoren gibt es nicht nachhaltig. Auch nicht mit E-Fuels oder HVO100. Beides sind Nischenlösungen und nicht massentauglich. Am Ende bläst der Verbrenner immer noch genauso viel CO2 in die Luft und da kriegen wir es nicht wieder raus. Anders formuliert: Wenn Du Kohlenstoff schon mal eingefangen hast, dann behalte ihn am Boden und puste ihn nicht in die Luft. Siehe auch Pyrolyse (https://klimadialoge.de/pyrolyse)

Schon heute stammen mehr als 60% unseres Stroms aus Erneuerbaren Quellen. Neben Wind- und Strom gibt es auch Strom aus Wasserkraft und Biomasse. Zusätzlich werden derzeit massiv Batteriespeicher ausgebaut (angefragt sind über 200 GW). Damit kommt man schon sehr seit. Den Rest überbrücken Gas- und andere Reservekraftwerke.

Konzeptbeschreibung unter https://klimadialoge.de/strom-fuer-alle/

Auch E-Autos können gelöscht werden. Der Aufwand dafür ist etwas höher, jedoch brennen E-Autos selten. (Sie kriegen nur medial mehr Aufmerksamkeit). Löschung erfolgt mit Wasser und/oder Löschdecke.

Details unter https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/elektromobilitaet/elektroauto/e-auto-loeschen/

Alternativ bleibt immer noch der ÖPNV. 😊 Der hat insgesamt die beste Ökobilanz.

Aktuelle Studien gehen davon aus, dass China die maximalen Emissionen in Q2/2024 erreicht hatte und seitdem die Emissionen sinken.
AKWs machen in China ca. 2% des Strommixes aus. Kohlekraftwerke werden immer weniger gebaut und dafür oft alte Kraftwerke abgebaut.
Das mit Abstand größte Wachstum haben in China Wind und Solar. China baut jedes Jahr mehr Wind und Solar neu als in der EU insgesamt existieren.

Seit März 2024 sind die Emissionen in China rückläufig https://www.carbonbrief.org/analysis-chinas-co2-emissions-have-now-been-flat-or-falling-for-18-months/

Auch in Indien sinken die Energieemissionen https://www.carbonbrief.org/analysis-indias-power-sector-co2-falls-for-only-second-time-in-half-a-century/

Siehe auch Jan Hegenberg https://graslutscher.de/warum-aber-china-und-deutschland-alleine-kann-nicht-die-welt-retten-keine-guten-argumente-sind/

Beispiele, wo Neue Regeln und Verbote uns vorangebracht haben:

📌 Gurtpflicht
📌 Ozonloch & FCKW-Verbot – Erst durch das weltweite Verbot von FCKW hat sich die Ozonschicht erholt.
📌 Asbest in Baustoffen – Ein gefährlicher Stoff, der erst durch ein Verbot aus Gebäuden verschwand.
📌 Glühbirnenverbot – Hat den Siegeszug der energiesparenden LED-Technologie massiv beschleunigt.
📌 Verbrenner-Aus in der EU ab 2035 – Treibt die Entwicklung besserer und günstigerer E-Autos voran.

Wir hatten 50 Jahre Zeit, um den Klimaschutz freiwillig voranzubringen. Was sind deine Vorschläge, wie wir es jetzt schaffen?

Woher kommt immer der Gedanke, Deutschland würde es alleine versuchen? Das Pariser Klimaabkommen haben 195 Nationen unterzeichnet, und die tun jeweils ihren Teil. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien boomt weltweit, nicht nur in Europa. Die größten Solarparks stehen in China, Indien, Ägypten, Vereinigten arabischen Emiraten. Die afrikanischen Länder realisieren mit "The green Wall" das wahrscheinliche weltgrößte Wiederaufforstungsprojekt.
Abgesehen davon: 35% aller Emissionen stammen aus Ländern, die noch kleiner sind als wir. Sollen die auch alle nichts tun? Das sind mehr Emissionen als in China. Ach ja China: Die letzten Berichte zeigen, dass China den Höhepunkt der Emissionen überschritten hat. Auch dort sinken die Emissionen seit 2024
Nebenbei: Wenn wir unsere Emissionen auf 0 bringen, haben wir damit alle Techniken umgesetzt, die eine zukunftsfähige Industrienation braucht. Dieses Wissen und die Technik können wir dann in 195 Staaten verkaufen, die alle das Pariser Klimaabkommen unterschrieben haben und die gleichen Lösungen brauchen
Siehe auch Jan Hegenberg https://graslutscher.de/warum-aber-china-und-deutschland-alleine-kann-nicht-die-welt-retten-keine-guten-argumente-sind/

Das Gebäudeenergiegesetz besagt lediglich, dass 65% der Wärme aus erneuerbaren Energien kommen muss. Mit welcher Technik man dies umsetzt, bleibt jedem selbst überlassen. Da wir 2045 klimaneutral sein müssen, ist das eine sehr konservative Vorgabe.

Ebenso haben wir uns im Interesse allgemeiner Gesundheit darauf festgelegt, kein Asbest mehr zu verbauen, keine Bleirohre und keine FCKW. Das ist angewandter Verbraucherschutz. Übergriffig ist daran gar nichts.

Vulkane sind nicht das Problem. Sie verursachen pro Jahr etwa 600 Megatonnen THG-Emissionen pro Jahr. Der Mensch kommt auf 40.000 Megatonnen.

Cartoon of an old fashioned plate scale showing volanoes compared to human emissions of carbon dioxide

https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/uebersehen-die-klimatologen-die-vulkanischen
https://www.climate.gov/news-features/climate-qa/which-emits-more-carbon-dioxide-volcanoes-or-human-activities

Das ist zunächst korrekt. Allerdings ist dieser Effekt einmalig, temporär und wiegt die Nachteile des Klimawandels nicht auf. Siehe https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/die-erde-wird-gruener/

Ja, Klimamodelle ändern sich und werden mit der Zeit immer besser.  Der Klimawandel wurde erstmalig 1824 beschrieben von Joseph Fourier. Seit 1960 wird der menschengemachte Wandel konsequent erforscht, seit den 1970ern in weltweit koordinierten Bemühungen. Der Bericht des IPCC ist seit Jahren, seit Jahrzehnten eindeutig.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich fast alle Wissenschaftler dieser Welt drastisch irren? Sind wir bereit, die Zukunft unserer Zivilisation auf dieses Risiko zu verwetten?
Ich verstehe, dass man den Klimawandel lieber ignorieren will. Doch davon geht er nicht weg. Klimawandel ist wie die Abschlussprüfungen. Beides kommt, auch wenn man sich nicht vorbereitet. Je früher man handelt, umso besser sieht es am Ende aus.
https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/klima/klimawandel/klimawandel-klimaforschung-geschichte-historisch-100.html

Pflanzen kommen auch mit 0,025% CO₂ prima zurecht. Haben sie über Jahrtausende erfolgreich praktiziert. Darüber können wir uns aber gerne streiten, wenn wir wieder unter 0,04% liegen. (vgl. https://klimadialoge.de/kleine-gase-grosse-wirkung/)

Straßen aus der Römerzeit wurden angeblich unter abschmelzenden Gletschern gefunden, z.B. am Tsanfleuronpass, also müsste es doch früher schon mal so heiß gewesen sein.

a) Ist unklar, ob der Pass wirklich eisfrei war. b) Regionale Phänomene bitte nicht mit globalen Durchschnittswerten verwechseln. Detaillierte Wiederlegung auf  https://correctiv.org/faktencheck/2024/11/28/roemerpass-unter-gletscher-widerspricht-nicht-dem-menschengemachten-klimawandel/

Das bezieht sich auf die Aussage von Jürgen Trittin aus dem Jahr 2005.

Hätte man die Energiewende nicht immer wieder aktiv blockiert, grundlos teure Erdkabel gefordert, Windenergie in Bayern mit der 10h-Regel blockiert, sich gegen Strompreiszonen gewehrt und die klimaschädlichen Subventionen endlich in die Energiewende verlagert, dann hätten wir das Ganze tatsächlich viele Milliarden billiger haben können und insbesondere die Haushalte entlastet.

Auch heute noch könnten wir 192 Mrd im Netzausbau einsparen, wenn wir uns physikalisch clever aufstellen, statt immer nur "not in my backyard" zu rufen. (https://klimadialoge.de/report2045).

Doch das Jürgen Trittin 2005 den russischen Angriffskrieg nicht korrekt eingeplant hat, das ist natürlich unverzeihlich.

.... begleitet von einem meist sehr länglichen Video von einem EIKE Vortrag oder irgendeine Sensations-"Reportage".

Antwort

Ich bitte um Verständnis, dass ich aus Zeitgründen nicht jedes Video schauen kann, das mir zugespielt wird. Was genau sollte ich aus dem Video lernen?

Bitte benenne einen konkreten Punkt und die Quellen dazu.

Variante 2

Lass uns kurz überlegen, was ein Dialog ist. "Sei still und schau diesen Film" ist noch kein guter Dialog. Ich bin sicher, ich würde aus deinem Video andere Schlüsse ziehen als Du. Wenn Du konkrete Inhalte und Informationen für mich hast, schreib sie gerne. Was genau weiß das Youtube Video diesmal besser als der Weltklimarat und alle seriösen Wissenschaftler weltweit? Wo genau bin ich auf dem Holzweg?

Ich lerne sehr gerne dazu, wenn es um seriös recherchierte Fakten. Du auch?

 

Was fehlt noch, welche Frage hast Du? Schreib es unten in die Kommentare. Ich antworte umgehend.

 

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2 Gedanken zu „Argumente & Quellen

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